Lebenslauflücke II

posted by Bleu Broode on 2010.03.26, under Neuigkeiten
26:

c-jugend-1-2009-10Das Bild hat mit folgendem Text nichts zu tun. Ich hab nur kein Bild von Jesus gefunden, das im Zusammenhang nicht blasphemisch gewirkt hätte. Und außerdem ist das Bild cool! Oben der dritte von links ist mein kleiner Cousin. Yeah yeah dance dance.

Lebenslauflücke II:

Als ich drei Tage später in einer dunklen Höhle mit einem Kater olympischen Ausmaßes erwachte, wurde mir klar, dass wir unser letztes Abendmahl vor diesem Garten Gethsemane dann wohl doch etwas zu krass gerockt hatten. Und verdammt, woher kamen diese Löcher in meinen Händen?

posted by Bleu Broode on 2010.01.25, under Neuigkeiten
25:

Ob der angespannten Lage im nicht internationalen bewaffneten Konflikt in Afghanisten war ich dann doch sehr verwundert über die sehr offensive Werbung der Tischlerei Krieg.

So saß ich denn letzte Woche ganz ruhig und eifernd in meinem Hebräisch-Seminar im Fürstengraben, als direkt hinter den ausufernd großen, ein wenig bestraßendreckten Fenstern ein Umzugswagen hielt. Daran nichts ungewöhnliches. Allerdings prangte auf der schwarzen Plane, die heute gerne zur Herstellung sündhaft teurer und sündhaft häßlicher Taschen genutzt wird, so prangte dort hübsch umspielt von einem Tischlerhobel in großen gelben Lettern der Schriftzug: “Ihr Krieg machts persönlicher.”

Was mich dann doch zum Nachdenken anregte. Und im Andenken der mahnenden Worte Frau Dr. Käßmanns (so nenne ich übrigens neuerdings auch unsere Käsefachverkäuferin im Rewe) fragte ich mich, wie wohl ein Tischler das Leben unserer armen und tapferen Soldaten in Afghanistan erträglicher machen könne. Vielleicht soll er nur den riesigen Stock im Arsch unseres werten Verteidigungsministers bearbeiten.

Workshop-Arbeit

posted by Bleu Broode on 2010.01.18, under Workshop
18:

Folgend stelle ich mein Workshop-Konzept anhand eines 2×4 Std.Workshops vor. Dieses Konzept ist auf eine beliebige Stundenzahl reduzier- bzw. erweiterbar. Grundsätzlich habe ich selbst viel bei Sprechzimmer e.V. (http://www.dykier.de/sprechzimmer) gelernt und meine Workshop-Philosophie deckt sich im hohen Maße mit der ihrigen.

Allgemeines zu Poetry Slam und dem Umgang damit im Schulunterricht / bei Workshops

Seinen Ursprung hat Poetry Slam 1986 bei dem amerikanischen Bauarbeiter Marc Kelly Smith in Chicago. Smith war gelangweilt von der klassischen Form der Lesung bzw. von Dichtungsabenden. Er wollte etwas „moderneres, lebendigeres“ kreieren und rief den Poetry Slam ins Leben.

Poetry Slam ist eine moderne Form der Poesie. Autoren haben die Möglichkeit, auf einer Bühne das Publikum mit selbstgeschriebenen Texten, ihrer Stimme und ihrem Körper zu begeistern. Das Publikum entscheidet durch verscheidene Bewertungsarten, welcher Dichter, welcher Slam Poet ins Finale kommt und schließlich als Gewinner des Abends da steht. Der Text auf einem Stück Papier wird lebendig und ist untrennbar mit seinem Poeten verbunden. So entsteht eine moderne, dynamische und vor allem mitreißende Form der Poesie, der stilistisch von Rap über Beatbox (als moderne Onomatopoesie), Freestyle oder Storytelling bzw. Prosa, bis hin zu klassischer Lyrik keine Grenzen gesetzt sind.
Für den Schulunterricht bzw. Workshops mit Schülerinnen und Schülern bedeutet Poetry Slam eine ideale, die Jugendlichen ansprechende Methode um sie an das Thema Lyrik heranzuführen. Nicht zuletzt gibt es ein besonderes Slam-Format, den „Dead or alive“, bei dem lebende Slam-Poeten gegen tote, von Schauspielern dargestellte klassische Dichter antreten (ich persönlich habe noch nie eine so tolle Performance von Brecht oder Schwab wie letztes Jahr beim Dead or Alive in Freiburg erlebt).

Folgend stelle ich ein Konzept für einen 2×4Std.Workshop vor, der sowohl die Elemente Ideenfindung, kreatives Schreiben und die Behandlung stilistischer Mittel abdeckt, als auch Performance und freies Sprechen vor Gruppen. Ein positiver Nebeneffekt ist das Erlernen von Memorationstechniken. Am Ende des Workshops empfiehlt es sich, den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu bieten, sich selbst im Rahmen eines internen Poetry Slams auf der Bühne auszuprobieren. So haben die Schülerinnen und Schüler einerseits die Möglichkeit, sich selbstbewusst und -kritisch einer Bewertung zu stellen – andererseits sind die bewertenden Schülerinnen und Schüler dazu aufgefordert, sich angemessen kritisch mit der Arbeit der Mitschülerinnen und Mitschüler auseinanderzusetzen, zu bewerten und gegebenenfalls zu begründen. Dies fördert das Selbstbewusstsein des Einzelnen, den Umgang mit anderen und damit den Gruppenzusammenhalt.

Das Ziel meiner Workshops ist es nicht, die Schülerinnen und Schüler zu angehenden Slam-Poeten oder Literaten auszubilden, sondern Spaß an Literatur und dem selbstständigen erstellen von Literatur zu vermitteln, sowie die Schülerinnen und Schüler dazu anzuregen, stolz auf die eigene Arbeit zu sein und verantwortungsbewusst mit Kritik, sowohl im nehmen als auch geben, umzugehen.

Grundsätzliches zu den zwei Workshopeinheiten:
Grundsätzlich bietet es sich an, die zwei Workshopeinheiten auf zwei Tage zu verteilen. An Tag eins steht die Ideenfindung und das Erstellen von Texten im Vordergrund, an Tag zwei die Performance. Die Pause zwischen den Einheiten soll von den Schülerinnen und Schülern genutzt werden, selbstständig Poetry-Slam-Texte zu entwerfen, mit denen dann in der zweiten Workshopeinheit weitergearbeitet werden kann.

Erste Workshopeinheit:
Im Mittelpunkt der ersten Workshopeinheit steht das selbstständige Erstellen von Slam-Texten. Hierzu gehört die Ideenfindung, das Kennenlernen und Erproben verschiedener stilistischer Mittel sowie das spontane kreative Schreiben. Diese müssen nicht voneinander getrennt behandelt werden, sondern können durch verschiedene Aufgabenstellungen gekoppelt werden. Es wechseln sich Spiele, gemeinsames Arbeiten und Nachdenken und selbstständiges Schreiben ab, was eine dynamische, kreative Arbeitsatmosphäre herstellt und erhält. Wichtig hierbei ist, den Schülerinnen und Schülern immer wieder ihren kreativen Freiraum zu lassen. Es soll keinerlei Druck auf die Schülerinnen und Schüler ausgeübt werden, der Spaß am Schreiben soll im Vordergrund stehen. Nach einer gemeinsamen Aufwärmrunde, bei der Geist und Körper auf literarisch spielerische Art und Weise geweckt werden, werden gemeinsam stilistische Mittel erarbeitet und verschiedene Anstöße zur kreativen Ideenfindung gegeben. Folgend geht es in eine Stillarbeitsphase, wo selbstständig kurze Texte bzw. Fragmente entworfen werden sollen (auch Teamtarbeit ist hier gerne gesehen), die anschließend vor und mit der Klasse vorgetragen und reflektiert werden. Dies ist ein erster Schritt zur mündigen

(selbst-)kritischen Bewertung des Erarbeiteten.

Nun wiederholt sich das Element der Ideenfindung und die spontane Arbeit damit in Stillarbeitsphasen. Die Ideenfindung und das Schreiben sowie die Vorstellung des Geschriebenen ist ein dynamischer Prozess, den hier im Einzelnen vorzustellen fehl am Platze ist. Wichtig ist, dass der Workshopleiter / Lehrer sich als Teil der Gruppe versteht und auf Augenhöhe auf spontane Wendungen bzw. Vorschläge der Schülerinnen und Schüler eingeht. Ein Poetry-Slam-Workshop soll also kein starres Konzept abarbeiten sondern immer wieder anders und abhängig von den Einflüssen und der Mitarbeit der Schülerinnen und Schüler sein.

Am Ende der ersten Workshop-Einheit werden erste Kurztexte bzw. Fragmente zu verschiedenen Themen vorliegen, die von den Schülern zur nächsten Workshopeinheit weiter ausgeführt werden sollen (gerne können auch neue Texte entstehen), um ein Fundament für das anschließende Arbeiten an der Performance zu stellen.

Zweite Workshopeinheit:
Im Mittelpunkt der zweiten Workshopeinheit steht die Performance. Hierzu gehört das Kennenlernen und Einsetzen der eigenen Atmung, die Stimmbildung sowie die Interaktion mit dem Mikrofon (wenn vorhanden). Die Leitfrage lautet „Wie kann ich verschiedene Parts meiner Texte und damit den Text als ganzes mit meinem Körper und meiner Stimme wirkungsvoll unterstreichen und darstellen?“

- Vielleicht ein etwas triviales Beispiel: Ein Ausrufezeichen sieht man bei einem vorgelesenen Text nicht -

Zum Aufwärmen werden ein paar stimmliche und körperliche Lockerungsübungen ausgeführt. Der eigene Körper soll kennen gelernt und bewusst benutzt werden. Besonders die Mimik – auch in Bezug auf den Einsatz des Mundraumes als Resonanzkörper – ist hier von Bedeutung. Anschließend findet eine erste Vortragsrunde der vorbereiteten Texte statt. Feedback gibt es hier nur vom Lehrer / Workshopleiter.

Im Hauptteil geht es darum, den Schülerinnen und Schülern das Gefühl auf der Bühne und den Umgang mit der Situation zuvermitteln. Körperhaltung und –sprache, eine laute und deutliche Stimme, die Atmung, verschiedene wirksame Gesten und das Spielen mit Emotionen werden geschult. Im Vordergrund hierbei steht die Arbeit in der Gruppe. Gemeinsam sollen Grenzen und Schüchternheit überwunden werden, was zum einen das Selbstbeusstsein des Einzelnen, zum anderen das Zusammengehörigkeitsgefühl der Gruppe stärkt.

Im zweiten Teil wird gezielt an den vorbereiteten Texten gearbeitet. Hierbei sollen die Texte vorgetragen und dann von der ganzen Gruppe reflektiert werden. Ehrlichkeit und Einfühlsamkeit bei der Kritik von seiten der Zuhörenden ist enorm wichtig. Hier ist auf der einen Seite ein großes Vertrauen innerhalb der Gruppe gefragt, auf der anderen Seite wird dieses natürlich auch gefördert

Poetry Slam:

Im besten (aber auch gewöhnlichen) Falle schließt sich an den zweiten Workshop ein regulärer Slam in der Öffentlichkeit an. So können die Schülerinnen und Schüler die erlernten Fertigkeiten gleich erproben und so den Spaß an der Sache aufrecht erhalten. Natürlich kann, soll und darf man hier niemanden auf die Bühne zwingen. Die Beteiligung der Schülerinnen und Schüler an den anschließenden Slams liegt allerdings für gewöhnlich bei rund 90 Prozent.

Von Benotungen der Vorträge mit Einfluss auf das Schulzeugnis ist dringend abzuraten! Da hierdurch eine Drucksituation aufgebaut wird, die kontraproduktiv zu der gesamten vorherigen Arbeit ist.

Gordon Bleu against irgendsonen oller Kater

posted by Bleu Broode on 2009.12.25, under Gedrehtes
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Sebastian23 hat ein Fass aufgemacht. Ein großes Fass. Ein Fass, prall gefüllt mit Fragezeichen.

In Folge 8 seiner Serie Youtube und Realtität geht er der Frage nach, wer niedlicher ist:

Bleu Broode oder… nein, eigentlich stellt sich diese Frage nicht. Das Fass ist angestochen und wir hängen schon volle Elle unterm Zapfhahn!

Aber seht selbst!

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Broode und Sarim-Verollet bald Filmstars?

posted by Bleu Broode on 2009.11.17, under Neuigkeiten
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Mit einem Knall gleich der Pauken des jüngsten Gerichts kanonisiert die ionisierende Meldung in die weiten des Alls bis hin nach Naboo:

Mischa Sarim-Verollet und Bleu Broode werden, glaubt man den Gerüchten, in der Neuverfilmung des Klassikers “Alice im Wunderland”, an der Seite von Jonny Depp als Kinder des verrückten Hutmachers auftreten. Ein geheimes Bild vom Set fiel uns in die Hände:

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Video zu “Hallo Mutter”

posted by Bleu Broode on 2009.11.10, under Gedrehtes
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Vielen Dank an Tübingen, das Zweimers, Clara Nielsen, Florian Cieslik und natürlich Sebastian23

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150 Euro

posted by Bleu Broode on 2009.10.15, under Neuigkeiten
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Und darauf ich zu ihr:

150 Euro? Madame, das is nich wenig Geld. Davon hatten wir dreimal essen gehen können, ich hatte dich sechs Mal besuchen kommen können, das wären 300 Panini-Sticker Packungen gewesen! À 5 Bilder. Das wären 1500 Panini-Sticker gewesen. Da hätte Christiano Ronaldo bei sein können! Von dem Geld hätte ich mir 30 Kilo frischen Kasseler Nacken kaufen können oder 50 Kilo Spargel, oder sieben Gramm Gold. Ich hätte mit der Bahn nach Zürich und zurück fahren können. Oder nur nach Freiburg und dafür im Bordbistro noch nen Salat essen.

150 Euro, dafür kann man zum Beispiel einen Husky-Schäferhund-Mix-Welpen bekommen, den Ikea Pax-Kleiderschrank mit drei Türen oder eine Haarverlängerung jetzt nur 150,-Euro / Echthaar TOP Angebot. Einfach melden unter 069919881986. Das sind 50 Rosen, 3 Hosen, dafür kriegt man nen riesengroßen… Lutschbonbon oder 300 Dosen Ravioli.

Ich könnt damit zur Hälfte nach Marokko fliegen und dann über dem Mittelmeer abstürzen. Das ist eine Nacht Luxus in München, drei schlechte Blowjobs in Hamburg, 100 schlechte Würstchen in Frankfurt, einen Monat kalt wohnen in Erfurt.

150 Euro…

Das sind 300 Mark. 3000 Reichsmark, 32828 nigerianische Naira, 2.120814 indonesische Rupie.

Selbst Michael Schuhmacher müsste für dieses Geld fast zwei Stunden lang leben.

Wir hätten zu zweit die Jungfernfahrt der Titanic miterleben können, den Absturz der Hindenburg, den Bahncrash in Enschede. Ich könnte dir damit nicht den Mond vom Himmel holen, aber immerhin hätten wir uns ganz romantisch einen Fernseher kaufen können, um die Mondlandung 1969 mit zu erleben.

150 Euro kostet eine originale 1934er Alpenrosenbriefmarke auf geriffeltem Papier direkt aus dem Oberlöchli in der Schweiz. Das sind mehr als ein Breakfast at Tiffanys, mehr als 120 Kilometer Taxifahren, mehr als mit Delfinen zu schwimmen, oder Whales zu watchen oder weight zu watchen oder Bay zu watchen. Mehr als 7500 Mal so rischdisch Kacken zu gehen und danach die Toilettenspülung zu drücken. Die Toilettenspülung zu drücken. Die Toilettenspülung zu drücken. Die Toilettenspülung zu drücken.

Für 150 Euro bekommt man eine Gaspistole samt Munition, aber keine vernünftige Kugelsichere Weste. Für 150 Euro kann man seinem Kind in Bayern drei Jahre lang die Schulbücher bezahlen. Oder der Staat kann davon zwei Tage Gefängnis finanzieren.

150 Euro kostet ein halbe Milchkuh in Ruanda. Oder du kannst dort ein kleines Kind davon sechs Monate lang durchs leben bringen. 40 Euro kostet ein Aidstest. 5 Euro ein Packung Kondome.

Und du fragst mich, was 150 Euro sind?

Letztendlich sind es nur zwei bis drei Lappen Papier.

Und jetzt komm, lass uns ein Eis essen gehen.

Anna, die bezaubernde Kaffeverkäuferin

posted by Bleu Broode on 2009.10.15, under Vielleicht Vielleichter
15:

Herr Herrmann Mann,

ein einsamer Same,

wär vielleicht viel leichter dran,

hätte der arme eine Dame,

denn die, die die diamantenen Herzen der Damen gewinnen, nennen nennenswerte Werteforscher sicherlich Glücklich

doch Herr Herrmann Mann

sieht durchaus durch aus

und keine kleine Dame entzückt sich

Unternehmen unternehmen viel,

vielleicht leicht viel zu viel

„Schönheit in nur einem Jahr, ja wahrlich wahr“, wars was man warb, was man verspricht.

Verschönern, schön an sich,

doch irgendwann dann wandern

bei Herrn Herrmann Mann

alle Versuche suchend ins nichts

Mak mag Magermodels,

Matt mag Mett

Und er, Herr Herman Mann,

er käm gern bei Anna an,

an Annas Ananas nassnasig naschen,

davon träumt Herr Herman Mann

schon unwahrscheinlich lange,

doch vor ihm im Kaffee-Geschäfte eine komisch konisch lange Schlange

da half kein Murren, Schnurren, Gurren oder Quaken,

das einzige, was man machen konnte,

und ich sag es, weil es wahr war,

war warten.

Denn ihr Kaffee war besser als aus diesen Automaten.

Das liebte man so an ihr.

Ihr irisches Kaffesortiment, ihren englischen Tee mit orientalischen Gewürzen, ihre Milchshakes oh mein Gott!

Oder, wenn man wollte auch nur einen Pott Pott.

Nichts gegen Mandy, die mechanische Kaffee-Fee, mit ihren Kaffee-Fee-Fähigkeiten von go to to to go.

Nein, Anna war gar wunderbar, bar barbarischer Makel

und es konnten ihre Körperformen Formen formen… formulieren wir es so:

Sie konnte sich mit ihren Brüsten brüsten.

Sie, sie war sein Traum, Raum seines Herzens hatte sie gewonnen.

Er, der very poore pure Downtown-Clown,

sie das  coole Girl aus der Uptown.

Doch bricht dein Herz einmal entzwei, oder vielleicht sogar in Drittel,

dann fühl dich nicht als Abschaum

streu Streusalz als Wunder-Wund-Allheilmittel,

dann kannst du ja vielleicht sogar die Uptown abtau’n…

Ein Aufruf an 3 verloren gegangene Freunde

posted by Bleu Broode on 2009.10.15, under 3 Freunde
15:

Du, du trägst einen schwarzen Anzug. Mit einer rot benadelstreiften Krawatte. Du trägst schwarze Haare, mit lila Strähnchen drin, damit die Welt mal ein bisschen bunter ist. Und wenn du nicht mehr richtig lachen kannst, dann setzt du dir so Glitzersternchen in die Zähne. Die Strahlen imer!

Du isst gerne Fleisch, aber ansonsten versuchst du, vegetarisch zu leben. Deshalb sagst du auch „Quotationsmarks“ und nicht „Gänsefüßchen“. Dein Obst kommt von freilaufenden Bäumen. Deine Krawatten sind von glücklichen Seidenraupen. Du achtest darauf, dass deine Sneekers nur von Kindern aus Bodenhaltung gemacht werden.

Du bist cool. Du liegst im Trend. Perfekt gestylt von hier bis zu deinem letzten Hemd.

Du, du schreibst kein Tagebuch, du schreibst dein Leben Protokoll.

Morgens auf stehen, abends schlafen gehen und du fragst dich, was das soll-

Du warst immer so geht so, so Mittelmum.

Du bist normal. Du bist so normal, du wärst ein guter Selbstmordattentäter. Von dem dann die Nachbarn und Familienangehörigen später sagen: „Was? Unser Timo. Ojemine! Das hätten wir nun wirklich nicht erwartet. Der war doch immer so normal.“

Du bist normal, so normal. Anders willst du gar nicht sein.

Auch wenn es nicht die Wahrheit ist, so wahrst du doch den Schein

Wenn du johlst, dann johlst du laut und schreist: „Heeeey! Geht so!“

Und du: Liebe ist für dich zu Emo und Sex hast du nur für das Rauchen hinterher.

Erzähl ich dir von meinen Problemen, sind es bei dir immer mehr.

Du nimmst die Pille danach, denn du würdest dich gern selbst abtreiben.

Du hörst das Leid nicht gern von andern, du möchtest lieber selber leiden.

Und die Sonne geht auf und die Sonne geht unter und strebt nach dam Ort, wo sie auf geht. Und du stehst auf, aber wirst nimmer munter und du strebst nach dem Tag, da du draufgehst.

Wenn man dich fragt, wies dir geht, dann sagst du meist: „Ach frag man lieber nich.“

Wenn man dir sagt, dass man dich liebt, dann fragst du, sorgst du dich denn auch um mich?

Du kommst vom Regen in die Traufe und von der Traufe in den Schnee

In dir lodern schon lange keine Flammen mehr,

es läuft ne Kaminfeuer-DVD.

Krieg den Arsch hoch

Zieh den Stock raus

Bau dir nen Zepter

Oder nen Pflock draus

Du hast n Arsch voll Probleme, dann scheiß doch die Wand an.

Tapeten kann man neu beziehen, du musst bloß mal anfangen.

– und dann musst du vielleicht mal knietief in der Scheiße stehen, aber so wie es jetzt ist, so kanns nicht weitergehen.

Krieg den Arsch hoch!

Zieh den Rock aus!

Leg die Eier auf den Tisch!

Änder mal die Sicht

Duuuu kennst das ja:

Die ersten werden die letzten sein,

die derbsten werden die whacksten sein,

die Verse werden die Sätze sein

Wenn du beim Sport immer als letztes gewählt wurdest, dann werd halt Tennislehrer. Dann bist du der Typ, mit dem die Frauen die Typen hintergehen, die dich früher immer ausgelacht haben!

Wenn dein Chef dir wieder mal sagt, dass du dieses falsch, jenes schlecht und überjenes aber mal wieder sowas von verbockt hast, dann schlag ihm ins Gesicht. Verbal und freundlich natürlich, aber bestimmt. Schlag es durch die Blume.

Und wenn du beim Theaterspielen wieder mal der Baum sein musst, dann wirst du der verdammt nochmal beste Baum dieses Universums sein. Sei der Waldschrat. In deinen Blättern wird man den Wind rascheln hören,  Uhus werden zwischen deine Ästen hausen und Horden von Eichhörnchen werden aus allen Ecken und Winkeln gerannt, durch Fenster und Türen gekrochen und über höchste Hindernisse gesprungen kommen, nur um eine paar Nüsse in dir zu verstecken. Kritiker werden schreiben: Baum: Ekstatisch! Der Baum stellte alle in den Schatten. Mitloff beherrschte den Romeo, Svalettka überzeugte als Julia, aber Günzelsen als Baum überragte sie alle. Jung, dynamisch, vital. Du bist der Baum, Mann!

Sei kein Frosch! Sei eine Kröte! Eine grüngelb gestreifte Sumpfrohrkröte, mit dem giftigsten Schleim und der längsten Zunge überhaupt! Flieg wie ein Schmetterling, stich wie eine Biene!

Du hast nur eine Hand voll Leben, also nimm es in die Hand

Und erst wenn du mal den Teufel triffst, dann mal ihn an die Wand

Ich bin Kunst!

posted by Bleu Broode on 2009.10.11, under Ich bin Kunst
11:

Christo sagt:

„Vergänglichkeit ist ein großer Teil meiner Vorstellung von Kunst. Denn die Zerstörung ist eingeplant.“

Ich sage:

Ich bin Kunst!

Ich begehe meinen Lebenslauf nicht auf ausgetretenem Pfade. Neue Wege braucht das Land! Neben der Spur ist mit einem Bein schon halb im Grabe, doch

Ich bin Kunst!

Und meine Küche ist ein Stillleben! Teller stapeln sich bis zur Decke, Kochtöpfe stehen, kleben neben- und ineinander, eine Leberwurst liegt beleidigt in einer Ecke und entwickelt langsam und still Leben. Expressionismus am Küchentisch! Ich esse einen Topf Tomaten, trinke ein Glas Essig, kotz es gegen die Tapete, streu Zucker drauf und nenne das ganze „Ketchup auf Leinwand“.

Ich bin Kunst!

Ich erfinde völlig eigene Wortkreationen wie: „Das ist ja total torpedostyle, Digger!“

Ich setze Kunstpausen da, wo sie niemand… erwartet.

Mein Finger liegt im Auge des Betrachters. Ich trage Brillen aus Fensterglas, Fenster aus Brillenglas, Gläser aus Bechern, Bächer aus Flüssen, Flüsse aus Seen und apropos Aussehen:

Die Haut wie gemalt, jeder Pickel ein Schönheitsfleck! Verbindet man die Leberflecken auf meinem Rücken nach dem Prinzip von Malen nach Zahlen, ergibt sich ein Bild meiner Mutter. Das nenne ich ein Muttermal, das sich sehen lassen kann!

Ich bin Kunst!

Ich trage keine Designerklamotten. Ich trage das Adamskostüm, nur mit einem Buchsbaumblattvor der Scham bekleidet.

Ich schwimme gegen den Strom, ein ausgetrocknetes Flussbett hinauf, bis ich ganz oben auf dem Olymp angekommen bin. Mir wird arschkalt, weil so ein Buchsbaumblatt echt nicht viel hergibt, aber das ist egal, denn ganz oben stelle ich mich auf das Gipfelkreuz, pisse gegen den Wind auf einen Elektrozaun und schreie:

Ich bin Kunst!

Und ich nehme auch die Drogen, die ein Künstler nehmen muss:

Crack, LSD, Kokain, Heroin, Eigenurin, Gras, Brom, Lachgas, Cristal, Uhu-Stick, Nagellackentferner, Poppers, Bier, Wein, Kaffee, Cola, Milch, Morphium, Speed, Pilze, Frösche lecken, Stechapfel, Mohnkuchen, Cookies, Ether, Spice, Corega-Tabs – mit zwei Phasen – , Penizilin, Benizidrin, Ephidrin, Nikotin, Gagain, Dadain, Koffein, Teein, ihn, ihn, ihn und ihn und euch alle… ihr seid meine Droge

Ich bin Kunst

Und zwar Moderne!

Noch eine Glatze, doch bald eine Mähne! Haare vom Arsch auf den Kopf transplantiert, da extendiert, coloriert, manipuliert, gegelt, gestylt, frisiert… und schon seh ich aus wie ein Arsch mit Ohren. Und dann wird nicht mehr geschminkt, dann wird gebodypainted! Artificial Arts! Selbst mein Lächeln ist künstlich. Leute lassen sich mein Gesicht auf den Hintern tätowieren und dann scheint ihnen die Sonne aus dem Arsch!

Ich bin Kunst!

Da kann man sich nen Ohr von abschneiden.

Ich stelle mich vor das Bild eines aufstrebenden Jungkünstlers und sage zu ihm: „Katze… Feuer… Probier es mal damit.

Ich werfe Steine im Glashaus, Scheine im Freudenhaus, Kohlendioxid im Treibhaus, Schuhe im weißen Haus, n Arsch voll Probleme? Ich scheiß drauf! Ich nehm reiß aus! Schmeiße Schnitzel vom Grill und lege Mais auf! Mach dir da mal nen Reim drauf! … Torpedostyle.

Ich… sprenge den Reichstag. Das hat nichts mit Kunst zu tun. Es wäre einfach an der Zeit. Aber die Kritiker werden sich den Kopf zerbrechen: Broode sprengt den Reichstag. Was will er uns damit sagen? Ein Aufschrei gegen die Menschheit? Ein anprangern der vorherrschenden gesellschaftlichen Strukturen? Katze? Feuer?

Und dann, wenn ich alles erreicht habe, wenn es in den Trümmern um mich herum vor Ehrfurcht buchsbäumchenstill wird, dann mache ich Kunst vergänglich, nehme ein Seil und…